Wir leben im komischen Zeiten …

22 03 2008

… immer noch!“ – pflegt Walter Fröhlich seine Comic-Sendung „Ka-Puff!!“ auf Okto meistens zu beginnen. Und er hat recht. Was untertags der Kinderkanal KIKA ist, mutiert des Abends und Nachts zu einer der schrägsten Lebensberatershows der ohnehin schon skurillen Fernsehlandschaft:

Der Kanal Telemedial und sein Mastermind Thomas G. Hornauer sind eigentlich nicht beschreibbar – und seine Ideen noch weniger. Hier nur einige der ziemlich wirren Details:

  • Die Sendung firmiert als Shopping-Kanal
  • Verkauft werden immaterielle Werte
  • Hornauer bezeichnet seine Idee als Free Pay TV
  • Man kann die Sendung unverschlüsselt „genießen“ – ist aber moralisch verpflichtet zu zahlen
  • 50 Euro im Monat und 15 Euro pro Sendung (mindestens)
  • Wer das nicht tut ist ein Heimlichgucker
  • Die zu zahlenden Gebühren nennt er „Energieausgleich“
  • Die Zuschauer sind die „telemedialen Freunde“
  • Das alles ist die „fünfte Dimension des Fernsehens“

Mir haben bis jetzt – und auch auf lange Sicht – 3 gereicht. Und ich denke auch weiterhin nicht daran, Herrn Hornauer Geld zu überweisen, genauso wenig, wie ich bei Dancing Stars anrufe oder Küchengeräte oder Gesundheitspolster übers TV ordere. Ich leiste mir den Luxus der Verweigerung.

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Burgtheater? Operette?

12 03 2008

Eigentlich passt es ja nicht ins Burgtheater. Und eigentlich ist es ja keine Operette. Oder doch? Oder beides? Keine Ahnung was es ist, was Mnozil Brass da mit dem Trojanischen Boot auf die Bühne stellen. Unterhaltung mit Hirn und Lust ist es allemal.

Und wer bis jetzt geglaubt hat, Alphorn kann man nur im Stehen mit am Boden aufgestütztem Instrument spielen, sollte sich live davon überzeugen lassen, dass das auch freischwingend und um die eigene Achse drehend geht. Und Deckung!!





Size does matter

2 03 2008

Wir sind es schon gewohnt. Wir drehen einen Beitrag für Okto – kommen mit unserer Kamera, einer Sony HC40, die bequem in eine normal große Hand passt (das Mikrofon ist fast größer) – und die erste Frage: „Mit dem kleinen Ding dreht ihr fürs Fernsehen?“ (so wie Schriftsteller meistens gefragt werden: „Und wovon lebst du?“)

 sony-hc40.jpg

Inzwischen haben wir uns schon Strategien zurecht gelegt und sagen gleich bei der Ankunft (bevor wir noch auspacken und die Standardfrage gestellt werden kann), dass wir heute ausnahmsweise mit der kleinen Ausrüstung drehen. 😉

Dafür sind Blickwinkel möglich, die mit der großen JVC Schulterkamera nie realisierbar wären – und manchmal können wir so unauffällig drehen, dass sich die Leute wenig gestört fühlen (was bei unseren Beiträgen über Tantra und Biodanza nicht von Nachteil war).

Und: ja es geht, was wir alle 4 Wochen auf Okto beweisen.