Dosenglücksklee

1 01 2008

Nachdem meine Freunde wissen, dass ich absolut keinen grünen Daumen habe (eher das Gegenteil), sind sie wohl dazu übergegangen mir narrensichere Pflanzen zu schenken: Glücksklee in der Dose! Noch rechtzeitig vor Silvester.

Einfach den Deckel abreißen, Wasser einfüllen, durch das Bodenloch abrinnen lassen, Kunststoffdeckel am Boden befestigen, hinstellen und ab und zu gießen. Sollte sogar mir gelingen. In 1-2 Wochen kommen dann die Pflanzen.

Wir werden sehen und ich werde berichten. In Wort und Bild.

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Und vor allem: werden vierblättrige dabei sein? Und wieviel Glück kann ich vertragen? Eine ganze Menge!!!

Ich kann’s auch brauchen. Wie schon berichtet, ist das Projekt „Vom Bleiben und vom Gehen“ so uneindeutig einzuordnen, dass sich weder die Literaturabteilungen noch die Fotoabteilungen zuständig erklären. Und dementsprechend gibt’s Absagen. Der Deutsche Literaturfonds wollte Textproben, die ich naturgemmäß nicht liefern kann, da ja das Buch auf einem Gespräch mit dem Schladminger Schnitzer Norbert Simonlehner basieren soll, das ja erst im Rahmen des Projektes (um dessen Förderung ich ansuche) geführt werden soll. Typischer Fall von: da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Aber dafür hat mich die Ablehnung auf ein anderes Projekt gebracht, das unvollendet in der Schublade liegt: „i“ oder „Der Tod ist groß.“, ein surrealer Krimi, in dem es um die Entdeckung eines neuen Tones zwischen dem „h“ und dem „c“ geht – eben dem „i“ – und der alles durcheinander bringt. Von dort habe ich genügend Textproben, also habe ich (quasi als Neujahrsvorsatz) kurzerhand dieses Projekt eingereicht. Eindeutig ein Fall für den Glücksklee. Auch hier berichte ich weiter …

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Zwischen allen Stühlen

15 12 2007

Mein neues Projekt: ein Text- und Bildband mit dem Arbeitstitel „Vom Bleiben und vom Gehen“

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Gemeinsam mit dem Schnitzer Norbert Simonlehner aus Schladming  (den ich seit 35 Jahren kenne)  möchte ich übers Ennstal schreiben, ein Gespräch mit ihm führen, was sich alles seither verändert hat, in der Gegend, bei uns, was gleich geblieben ist und was überhaupt bleiben wird.

Entstehen soll ein ca. 250 Seiten starker Text- und Bildband im Querformat: das linke Drittel wird Text sein, die rechten zwei Drittel Fotos. Der Text ist ein literarisch aufbereitetes Gespräch einerseits zwischen uns beiden und andererseits mit den Menschen aus der Gegend.

Es wird kein klassischer Bildband werden, in dem nur die Schönheiten der Gegend gezeigt werden, aber auch keine reine Verdammung des Tourismus. Es wird von allem etwas zeigen, wie eben alles dort auch nebeneinander existiert. Die modernen Hotelbauten, Schiliftanlagen und Appartments, genauso wie die alten Häuser, die sich immer noch in großer Anzahl erhalten haben.

Die Fotos werden teilweise das Gespräch illustrieren, dann sich wieder davon entfernen, eigene Wege gehen und auch wieder zurückkehren. Auch da ein Bleiben und Gehen.

Ich habe jetzt versucht, das Projekt bei diversen Stellen zur Förderung einzureichen – und was ich befürchtet habe, ist prompt eingetreten. Die Literaturabteilung des BMUK hat gemeint, das sei zu wenig Literatur und hat mich an die Fotoabteilung verwiesen. Denen wird es wahrscheinlich zu wenig Fotografie und zu viel Literatur sein. Wir werden sehen. Detto bei der Literaturabteilung des Landes Steiermark. Die haben mich wiederum an das Referat für Volkskultur(!) weitergeleitet.

Ich sehe schon: es wird ein langer, mühsamer Weg. Aber das bin ich schon von meinem Roman „Der Spurenzeichner“ gewohnt. Den großen Verlagen war ich zu unbekannt, den kleinen war das Buch zu umfangreich. Trotzdem hat es geklappt. Irgendwann. Ich halte euch auf dem Laufenden.