Muster-Blog

29 01 2008

Nachdem der Fernsehsender OKTO für den Blog seiner Produktions-Teams auch wordpress verwendet, haben sie in ihre internen Schulungsunterlagen ein paar Beispiele für schöne und empfehlenswerte Blogs aufgenommen – z. B. diesen hier. Ich fühl mich geehrt. Danke, Renate!

 

[Foto Copyright by Okto]

So kann ich mich wenigstens gleich revanchieren und Werbung für OKTO machen – falls ihr es noch nicht kennt: Okto ist ein Community TV-Sender für partizipatives Fernsehen. Mit einem Wort: auch ihr könntet eine eigene TV-Sendung machen. Es gibt zwar kein Geld, aber dafür Schulungen zu echt günstigen Preisen (zwischen 20 – 30 Euro) und Studiobenützung, Kameras ausleihen und Schnittplätze gratis. Empfehlenswert! Ich hab heute gerade unsere 16. Sendung abgegeben – und wir machen weiter …

Nähere Infos auf ww.okto.tv oder auch bei mir.





The Dark Side of a Nice Guy

23 01 2008

Es ist noch ein bisserl Zeit, aber ich kündige es jetzt schon an: am So, 24. Feber 08 gibt’s nach langer Zeit wieder mal eine Lesung von mir, im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien, 20 Uhr, Eintritt frei.

Hier der offizielle Pressetext 😉

„The Dark Side of a Nice Guy“
(Böses und Unzumutbares)

Peter Bosch ist einfach nett, da gibt’s nichts dran zu rütteln. Seine Texte sind das nicht immer. Und einige davon sind einfach dunkel und scheren sich um keine Tabus. Und genau die wird er lesen, die richtig bösen, abgrundtiefen und verborgenen. Ein Abend für Schatten-Rattenfänger. 





Schon wieder Originale

15 01 2008

Geplant war heute gemeinsames Okto-Schauen bei mir: Walter Fröhlich, der Macher von „Ka-Puff!! – Das Comicmagazin“ hat zur neuen Sendung eingeladen und ich habe meine Wohnung und das TV-Gerät (es gibt nicht so viele, die Okto empfangen können) zur Verfügung gestellt – was soll ich sagen, wir waren die einzigen – gemütlich war’s trotzdem und der Wein exzellent.

Und für mich überhaupt ein Highlight: Walter hat nicht nur den Wein, sondern auch eine Originalzeichnung mitgebracht: den Karasek aus dem Kriminaljournal. Wie erst vor kurzem gesagt: ich werde verwöhnt! 

 karasek01.jpg

Vielleicht brauche ich bald eine größere Wohnung – aber noch gibt es freie Wände in meinem Arbeitszimmer. Jetzt muss ich mich aber erst mal auf die Suche nach einem passenden Rahmen machen … und auf den besten Platz für Herrn Karasek. Kleines Quiz am Rande: Welcher amerikanische Schauspieler – durchaus auch aus dem Krimimillieu – stand für ihn Pate?





Top 10 Tabus

12 01 2008

Ich gehe auf die Suche nach den letzten 10 Tabus in Österreich. Wer hilft mit? Worüber spricht man 2008 noch immer nicht gern? 2001 habe ich eine Aktion gestartet. The Big Pebowski hat 2 Stunden auf der Kärntnerstraße gespielt und gesungen – öffentlich – obwohl er beides nicht kann. Keiner hat es geglaubt, eine Zuschauerin hat ihren Freunden sogar glaubhaft versichert, der da muss hochmusiklaisch sein, so falsch kann nur singen, wer wirklich gut singen kann. Dass jemand sein totales Versagen und Nicht-Können im Herzen der Leistungsgesellschaft zur Schau stellt, wollte einfach niemand glauben. Man zeigt nur was man kann!

wohlstand.jpg

Also eröffne ich unsere Top 10 Liste mit einem weiteren urösterreichischen Tabu:

1) Man spricht nicht über die Höhe seines Verdienstes (um weder zu minder noch zu vergleichbar zu sein)

2) … ihr seid dran … Vorschläge willkommen  …





Pratchett goes Porno

6 01 2008

Wer meine Sachen für schräg hält, hat mit Sicherheit noch keinen Richard K. Breuer gelesen. Ich hab es jetzt getan. Denn ich habe noch eines der letzten Exemplare von „Rotkäppchen 2069“ ergattert. Jetzt ist es ausverkauft. Bei Nachfrage wäre ev. eine Neuauflage möglich (also fragt 😉 ).

rotkaeppchen_2069.jpg

Der freundliche Hinweis in der rechten unteren Ecke ist ernst zu nehmen: Kein Kinderbuch!
Es ist als wäre Terry Pratchett (der Autor der Scheibenweltromane) sexuell traumatisiert worden und würde all das schreiben, was er sich aus Angst vor Zensur nicht traute. Richard Breuer traut sich alles:
4 ProbandInnen (2 weibliche (wobei man bei einer nicht so sicher ist), 2 männliche) eines wissenschaftlichen Experimentes des Dr. Storm werden in eine virtuelle Welt versetzt, in der keine Tabus mehr zu existieren scheinen, alle sexuellen Phantasien werden gnadenlos ausgelebt. Selbst wenn es die Opfer der Begierde nicht überleben (oder schon vorher tot waren). Gleichzeitig gibt es so viele Anspielungen auf andere Bücher, Filme, Ereignisse (so taucht zum Beispiel Fantomas auf, Douglas Adams hat einen Cameo-Auftritt und einer der Wissenschafter heißt Lenny Kravitz), dass ich sicher nur die Hälfte erkannt habe, und alle suchen verzweifelt nach der Exit-Routine mit Namen Egon, in Gestalt eines Zwerges mit roter Kappe und funkelnden gelben Sternen. Für den Maskenball im Schloss bekommen die Vier Tierkostüme verpasst, die an den entscheidenden Stellen nichts verdecken (Cartoon by Ecki)

Ihr meint, Herr Breuer sei sexuell fixiert?! Mitnichten. Ich verrate hier (aber nicht weitersagen) seine wirkliche Obsession: Typographie. In Rotkäppchen kommen 13 Schriften vor, die im Anhang auch alle penibel gelistet werden. Sublimation vom Feinsten.

rotkaeppchen_schriften.jpg 

Dass er aber auch anders kann, beweist er mit seinem neuen Buch „Tiret“ – einem Mosaik der französischen Revolution, das Ende Jänner 2008 (voraussichtlich) erhältlich sein wird. Leseprobe steht zum Download bereit. Jedes Exemplar bekommt am Buchrücken eine fortlaufende Nummer (1-499). Wunschnummern können ab sofort reserviert werden. Ohne Aufpreis.





Dosenglücksklee

1 01 2008

Nachdem meine Freunde wissen, dass ich absolut keinen grünen Daumen habe (eher das Gegenteil), sind sie wohl dazu übergegangen mir narrensichere Pflanzen zu schenken: Glücksklee in der Dose! Noch rechtzeitig vor Silvester.

Einfach den Deckel abreißen, Wasser einfüllen, durch das Bodenloch abrinnen lassen, Kunststoffdeckel am Boden befestigen, hinstellen und ab und zu gießen. Sollte sogar mir gelingen. In 1-2 Wochen kommen dann die Pflanzen.

Wir werden sehen und ich werde berichten. In Wort und Bild.

dosenklee01.jpg

Und vor allem: werden vierblättrige dabei sein? Und wieviel Glück kann ich vertragen? Eine ganze Menge!!!

Ich kann’s auch brauchen. Wie schon berichtet, ist das Projekt „Vom Bleiben und vom Gehen“ so uneindeutig einzuordnen, dass sich weder die Literaturabteilungen noch die Fotoabteilungen zuständig erklären. Und dementsprechend gibt’s Absagen. Der Deutsche Literaturfonds wollte Textproben, die ich naturgemmäß nicht liefern kann, da ja das Buch auf einem Gespräch mit dem Schladminger Schnitzer Norbert Simonlehner basieren soll, das ja erst im Rahmen des Projektes (um dessen Förderung ich ansuche) geführt werden soll. Typischer Fall von: da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Aber dafür hat mich die Ablehnung auf ein anderes Projekt gebracht, das unvollendet in der Schublade liegt: „i“ oder „Der Tod ist groß.“, ein surrealer Krimi, in dem es um die Entdeckung eines neuen Tones zwischen dem „h“ und dem „c“ geht – eben dem „i“ – und der alles durcheinander bringt. Von dort habe ich genügend Textproben, also habe ich (quasi als Neujahrsvorsatz) kurzerhand dieses Projekt eingereicht. Eindeutig ein Fall für den Glücksklee. Auch hier berichte ich weiter …