Eine kleine Geschichte über die Liebe

NEUERSCHEINUNG – ab sofort lieferbar
eingereicht für “DIE SCHÖNSTEN BÜCHER ÖSTERREICHS”

Eine kleine Geschichte über die Liebe

Peter Bosch, Alexandra Bolzer, Nele Focke

ISBN 978-3-85219-054-9

Hardcover, 144 Seiten, Fadenheftung
Eur 19,50 (A/D), 27,30 (CHF)
Albatros Verlag, Wien

Sind es Lesezeichen oder Eselsohren? Vielleicht beides! Auf jeden Fall ist es ein Buch zum Lesen und zum Vorlesen, zum Staunen für Junge und Junggebliebene.

Denn die Liebe – und der Stachelballon – begegnen uns in jedem Alter!

„Die Liebe entwickelt sich behutsam, ist manchmal stumm, manchmal laut und oft entsteht sie ungeplant. Und zu guter Letzt: nichts schmeckt so phantastisch wie Mantzen!“

Sandro und Sanja kommen in ein Feriencamp auf die Insel Le Sél, auf der es kaum Erwachsene gibt, nur die Köchin Selma und den Gefühlsprofessor. Und Stachelballons, die auf die Kinder aufpassen und sie begleiten, wenn sie z. B. durch den Wald in die Mitte der Insel zum Eselsohrenfest unterwegs sind.

Die Esel tragen die Geschichten von einer Generation zur nächsten, damit sie weitererzählt werden und nicht verloren gehen.

In dem bildgewaltigen Buch geht es um das Lesen, um Esel, Eselsohren und Lesezeichen und natürlich um die Liebe: Sandro kann Sanja gar nicht leiden, sie ist viel zu schlau und außerdem ein Mädchen. Dafür mag der Stachelballon Sanja umso mehr. Leider ist er stumm und kann es ihr nicht sagen.

Nichts ist schwarzweiß, niemand hat alleine recht oder unrecht. Lesezeichen und Eselsohren können nebeneinander existieren, denn immerhin sind sie ein Zeichen dafür, dass Bücher gelesen werden und somit fortleben.

Am Ende merken alle: Liebe ist wunderschön – aber manchmal tut sie doch auch ein bisschen weh!

Damit ist das Buch ein kleines Kunstwerk, welches zum Vorlesen, zum Anschauen und zum Nachdenken für Menschen von 5-80 Jahren geeignet ist.

Auszug aus dem Buch

Auf Le Sél hielten sich die Tageszeiten an keine bestimmten Stunden, manchmal dauerte ein Nachmittag zwei ganze Tage und ein andermal blieb er nicht einmal für 100 Schritte. So ein Tag war heute. Nach ein paar Minuten Unterwegssein kam schon der Abend. Noch zwei Schritte und sie erreichten eine Lichtung. Dort herrschte Stille, nur in der Mitte ein Tisch, eine Petroleumlampe stand darauf und ein Mann saß an ihm, wandte ihnen den Rücken zu, vornüber gebeugt, konzentriert, schreibend. 

»Los, lauft!«, sagte Frau Selma und gab den beiden einen Schubs, »Wenn jemand eine Antwort weiß, dann er. Besser gesagt: wenn es eine Antwort gibt, dann weiß er sie.«

Sandro wollte schon losgehen, kam doch noch einmal zurück, nahm Frau Selma bei der Hand: »Wer ist das?«

Da drehte sich der Mann um. Er war sicher hundert Jahre alt oder auch erst fünf. Er hatte eine Brille auf, die so groß war, dass sich die beiden Gläser fast überschnitten, und er lachte: »Ich bin’s!«

»Der Gefühlsprofessor«, sagte Frau Selma ganz leise.

Ein Drei-Generationen-Buch

Eine kleine Geschichte über die Liebe ist ein Buch, das viele Sinnesorgane erfasst und das sich nicht festlegen will. Der literarische Text von Peter Bosch kombiniert reale mit phantastischen Elementen, alles ist vertraut und doch ein bisschen anders, verschoben.

Mit der Geschichte entwickeln sich auch die Illustrationen von Alexandra Bolzer, die den Text kunstvoll ergänzen und mit unterschiedlichen Stilen und Materialien überraschen.

Die Typographie von Nele Focke hat eine dritte und wieder eigenständige Rolle, sie nimmt Bezug auf die Illustrationen wie auch auf den Text und schafft so eine zusätzliche optisch-ästhetische Ebene.

Die Autoren

Text – Peter Bosch, 1957. lebt und arbeitet in Wien, Veröffentlichungen u.a. “Der Spurenzeichner” in den
Verlagen Albatros, Rowohlt, Aarachne und MayaMedia. Filmemacher

Illustration – Alexandra Bolzer, 1971 lebt und arbeitet in Wien und NÖ als bildende Künstlerin und Modedesignerin

Typografie – Nele Focke, 1996 geboren, lebt und studiert in Wien

 

Schau auch auf der Verlagshomepage vorbei.

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