Wir sind die Bösen!

13 01 2009

Von Markus und mir glauben ja alle, dass wir soooo nett sind. Doch wir können auch anders! Am 22.1.2009 lesen wir im artelier tatort am Spittelberg bei Michaela Kirchknopf Abgründiges und Unerhörtes:
The Dark Side of 2 Nice Guys

 freunde-der-malerei-kopie
Also schnell Karten sichern und bei Michi anrufen: 0676/583 98 32
Infos: www.arteliertatort.org
Ort: artelier tatort Spittelberg, Gutenberggasse 18/III, 1070 Wien
Anbindung: U2, U3, Linie 49 bis Volkstheater, Ausgang Burggasse





Originale

31 12 2007

Langsam füllt sich mein Arbeitszimmer mit Originalen von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern. Die letzen beiden Geschenke (ich werde einfach verwöhnt 😉 ) zeig ich euch hier.

Das erste ein genialer Belly Dancer (Bauchtanz ist eben nicht nur Frauen vorbehalten) von Michaela Kirchknopf – und wer ein richtiger Dandy ist, kommt am Thema Orient auf keinen Fall vorbei.

belly-dancer.jpg

Das zweite mit dem Titel „Kräutergarten VI“  im Format 10 x 10 cm, ein Weihnachtsgeschenk von Micha Oppeneiger, die schon die Illustrationen zum Spurenzeichner gemacht hat. In der Adventzeit war sie ziemlich damit beschäftigt, alle Gemälde für alle Freunde noch rechtzeitig fertig zu kriegen.

micha-bild-2007.jpg

Danke euch beiden!!!

Wer allerdings den kleinsten Cartoon von Markus Payer oder das 5m Gemälde von Ruth Brauner sehen will, muss sich schon live zu mir bemühen. In diesem Sinne: Prosit 2008!





Monsterprojekte

10 12 2007

Ich kann mich ja nie an „small is beautiful“ halten – wenn ich was angehe, wird’s immer gleich riesig – auch wenn es zu Beginn nie so geplant war – da ist es ja fast schon ein Wunder, dass ich für Michaela Kirchknopf das Layout für ein nur 20(!)-seitiges Werk gemacht habe: Pocket Dandy – paradoxe Zeichnungen und Texte über das neue Dandytum in „10 lessons“.

  

Also, um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukehren – ich habe gerade „Berlin Alexanderplatz“ fertig gelesen und auch gleich die DVD-Box der R.W.Fassbinder-Verfilmung dazu gekauft. Vollkommen restauriert – als es 1982 im Fernsehen lief, hatten die meisten ja nur SW-Fernseher und die Übertragung von 16mm-Film auf Video war auch noch nicht, sagen wir es mal so, ausgereift – mit einem Wort: das Ergebnis war ziemlich dunkel, oft war fast nichts zu erkennen – und die Reaktionen dementsprechend heftig. Deutschland hatte wieder mal einen Skandal im Wasserglas.

Jetzt hat der damalige Kameramann Xaver Schwarzenberger die Originalfilme neu abtasten lassen, jede Szene elektronisch bearbeitet, neu farbbestimmt und wo nötig aufgehellt – herausgekommen ist eine Box mit 6 DVDs mit über 15 Stunden Material, inklusive einem Making Of und einer Dokumentation über die Restaurationsarbeiten. Es war gar nicht so leicht, Geld dafür aufzutreiben, da es noch nicht so selbstverständlich ist, Film als Kulturgut zu betrachten, das erhalten und restauriert werden muss.

Und eines kann man der Verfilmung nicht vorwerfen: dass sie nur Teile des Buches wiedergibt – da ist wirklich mal der Glücksfall eingetreten, dass eine TV-Anstalt den Mut zur Länge gehabt hat: ein 450-Seiten-Buch in 14 Folgen – es war auch die teuerste Fernsehproduktion der damaligen Zeit. Zuerst für den Hauptabend geplant, hat sie dann (auch durch die negativen Presseberichte) doch der Mut verlassen und die Sendung auf 21:30 verschoben (offiziell aus Jugendschutzgründen).

Schade, dass RWF schon gestorben ist, sonst hätte ich ihm vorgeschlagen, den Spurenzeichner zu verfilmen. Aber dazu hätte heute sowieso kein Sender mehr den Mut oder den Willen – aber wohl auch nicht für andere nicht massentaugliche Großprojekte. Mitlesende Produzenten, die mich vom Gegenteil überzeugen wollen, sind herzlich willkommen. 😉