Dicke Schwarte

27 12 2008

Vor Weihnachten war ich noch auf ein bisschen fachsimpeln bei Walter Grossmann in der Buchhandlung am Quellenplatz gemeinsam mit dem momentan fast in Klausur lebenden Dichter zu Wien RKB. Und nebenbei hab ich mir meine bestellte Bücher-Box: Best of  National Geographic abgeholt:

Best of Netional Geographic

8.6 kg wiegt das Ding, 3 prachtvolle Hardcover-Fotobände von einigen der besten Fotografen zu einem unschlagbaren Preis: ca. 50 Euro für alles (wo jeder Band alleine schon um die 40 Euro kostet) – eine klare Empfehlung von mir an alle visuellen Bücherfreunde.

Und das Papiersackerl, das ich zum Transport bekommen habe, ist auch über jeden Zweifel erhaben – es hat sowohl das Gewicht als auch den Regen tadellos überstanden und alles heil vom 10. in den 17. Bezirk gebracht.

Worüber wir uns nicht so einig waren, ist die Zukunft von e-books – ich persönlich glaube ja nicht daran, dass sie es jetzt im zweiten(? – oder waren es schon mehrere) Anlauf schaffen, dazu bieten sie einfach zu wenig Vorteile zum doch recht ordentlichen Preis. Aber ich kann mich auch irren. Schließlich bin ich nicht der (Literatur)Papst. Wer aber so ein Gerät mal live sehen will: Walter hat eines lagernd: also nix wie hin zum Quellenplatz!

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6 responses

24 01 2009
Richard K. Breuer

Man muss ja net Literaturpapst sein, es reicht auch schon Literatur-Erzbischof, oder?

Für all jene, die mit Manuskripten und Büchern arbeiten, kann ein e-book von Vorteil sein (und spart viel Papier). Für jene, die nicht genug bekommen können, vom gedruckten Wort (Literatur-Junkies), ist es reizvoll, mit Hunderten von Büchern in der Tasche herumzulaufen. Der Genuss-Mensch hingegen lächelt darüber.

Erinnern wir uns an die Langspielplatte (Vinyl?). Die kurze Spieldauer, das sorgsame Behandeln, die Umständliche Aufbewahrung und dergleichen mehr, sorgte dafür, dass die CD und schließlich die digitale Musik ihren Erfolgslauf antreten konnte. Die Hörgewohnheiten haben sich geändert. Es wird immer schneller konsumiert. Gut möglich, dass es dem gedruckten Wort auch bald so gehen wird. Bei einem Auge rein, beim anderen raus. Sozusagen. (Wir müssen ja nur über den großen Teich blicken: dort sind die meisten Taschenbücher im Prinzip Wegwerf-Bücher; die Verlage produzieren sie in großen Auflagen, aber so billig wie möglich; da ist der Schritt vom (schlecht bedruckten) Papier zum elektronischen nicht mehr weit).

Und die Fotobände waren in der Tat schwer … sehr schwer – ich hätt mir fast einen Bruch gehoben 😉

24 01 2009
Richard K. Breuer

Seh ich erst jetzt: da steht ein Plattenspieler im Hintergrund (das kann ja kein Zufall sein, oderrr)!

24 01 2009
pebowski

Aber gleich darunter steht auch ein CD/DVD Player (sogar mit SACD – wo man speielle CDs in 5 Kanal hören kann – hab ich dir schon mal Pink Floyd „Time“ und „Money“ vorgespielt, wo die Uhren und Registrierkassen durch den ganzen Raum schweben?). Kann mich noch erinnern, dass ich zu ehemaligen ÖBB-Zeiten einer der ersten war, die sich damals einen CD-Player gekauft haben. Irgendwie hab ich einen Riecher für Technologien, die sich durchsetzen. Bei den e-books ist meine Nase momentan noch verlegt. 😉
Und Walter hat doch erzählt, dass man im kleinen Reader (immerhin noch 250 Euro) nicht mals suchen kann, dafür braucht man den großen um über 500.
Verlage müssen auch extra zahlen, wenn sie e-books anbieten wollen, soweit ich weiß eine Jahresgebühr und für jeden Titel extra. Sie legen die Latte ziemlich hoch für den Einstieg. Wären Handys so schnell so ein großer Erfolg geworden, wenn man sie nicht fast zum Null-Traif bekommen hätte?
Ich glaub es krankt einfach am Geschäftsmodell – die Kosten-Nutzenschere ist einfach zu groß. Ehrlich: wenn du jetzt 500 Euro anlegen sollst: würdest du dir als erstes einen e-book Reader kaufen?

18 05 2009
Richard K. Breuer

Hm. Ich würde sagen, bei neuen Gadgets ist es immer eine Frage der Zeit, bis einem die Werbeindustrie fest im Griff hat. In ein paar Jahren gibt’s die Reader (analog der Mobil-Telefonie) mit einem Zeitungs-Abo umsonst. Noch suchen ja die Print-Medien verstärkt nach einer (lukrativen) Lösung im Web, ich schätze der Reader könnte es werden.

Also, ich warte natürlich noch ab – bis man mit dem Reader telefonieren kann. Oder kochen. Je nach dem.

18 05 2009
pebowski

Darum glaub ich ja auch, dass sie mind. noch einen Anlauf brauchen – das sagen die meisten: ich warte noch ab. Das Ding ist einfach nicht sexy genug. Es ist kein Apple, nur ein Ei. 😉

PS: ist dir schon aufgefallen: MOmentan schreiben nur wir beide uns gegenseitig Kommentare! Wo ist deine Fan-Gemeinde??!!!!

19 05 2009
Richard K. Breuer

Und dann kommt Steven Jobs und präsentiert den neuen iReader. Und jeder will so ein Ding haben. Ja, ja.

PS: die Fankultur ist halt auch nicht mehr das, was es einmal war 😉

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