Zum Handkuss gekommen

20 04 2008

Gestern Nacht spazierte ich – von einem Comic-Event im Gartenbau-Kino durch die fast schon (aber eben noch nicht ganz) laue Nacht quer durch die Stadt zum Schottentor. Mitten am Graben kommt mir eine Gruppe junger Frauen lautstark lachend entgegen, eine davon mit einem weißen Schleier. Sie hält mich auf, drückt mir einen Zettel in die Hand, erklärt: sie feiern heute Polterabend, die Freundinnen hätten ihr Aufgaben gestellt, die sie jetzt lösen muss. Ich lese: „Ein Handkuss für die entzückendste Braut des Abends“. Als alter Elmayer-Schüler (das ist wirklich, wirklich lange her) kann ich natürlich nicht anders – und sie haben recht: entzückend ist sie wirklich. 😉

So kann man zum Handkuss kommen, was nicht immer negativ sein muss … Und eigentlich wäre das ja die ideale Aufgabe für Norbert M. gewesen (aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht später mal erzähle)

Advertisements

Aktionen

Information

2 responses

21 04 2008
Fröhlich

Und ich dachte schon, ich wär der einzige, der Samstag Nacht oder besser Sonntag Morgen Lust auf einen Nachtspaziergang hatte. Wobei die Strecke Gartenbau Kino – Erndtgasse (18.Bez) schon eher einer Nachtwanderung gleich kommt. Am Aumannplatz hab ich kurz mit dem Gedanken gespielt, ein Taxi zu nehmen, bin aber tapfer weiter marschiert.

Ich kann mich noch erinnern, dass mir bei ähnlicher Gelegenheit mal eine fremde Frau lautstark vor die Füße gekotzt hat. Das war irgendwo im 9. Bez. Ich hab sie dann zum Frühstück ins Kent eingeladen. Das war dann wirklich noch ein lustiger Morgen. Das Eck von der Tageszeitung mit ihrer Telefonnummer hab ich heute noch. Ein Souvenir sozusagen. Damals waren die Mobiltelefone noch nicht so verbreitet. Ich werd wohl nicht mehr anrufen.

Bei der Gelegenheit muss ich mich auch gleich für mein absolut nicht elmayerisches Verschwinden letzten Samstag entschuldigen. Da war diese Comiczeichnerin aus Berlin ( Literatin auch, liest im Cafe Kralle, Wedding), die ich schon über ein Jahr nicht mehr gesehen hab…
Sie ist dann um Mitternacht gegangen. Ohne mich. Und da waren dann auch schon alle weg, mit denen ich mich gerne unterhalten hätte.

21 04 2008
Richard K. Breuer

Herr Fröhlich! Also, die gute Michaela von K. war ein bisserl säuerlich („ich war schon im Bett, als mich der Fröhlich ang’rufen hat … bin extra wegen ihm daher und dann verschwindet er einfach!“) – kein Wunder, dass ich mit ihr und der Maria dann im Engländer über die Seelenheilkunde plauderten.

Aha. Vor die Füße kotzen ist also das „Taschentuch fallen lassen“ des 21. Jahrhunderts, wie? Muss ich mir merken.

[irgendwie frag ich mich ja, welche „delikaten“ Aufgaben die entzückende fast-Braut noch zu erledigen gehabt hätte … also, wenn ich darüber so nachdenke … da könnt einem glatt warm ums Herz werden]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: