Die Frau des Zeitreisenden

21 02 2008

Ich habe ja schon vor längerem gehört, dass Audrey Niffeneggers Buch Die Frau des Zeitreisenden verfilmt werden soll. Angeblich hatten Brad Pitt und Jennifer Aniston die Filmrechte schon vor Erscheinen des Buches gekauft – wahrscheinlich wollten sie auch die Hauptrollen spielen. Alles Vergangenheit. Gedreht wird der Film jetzt trotzdem: mit Eric Bana und Rachel McAdams in den Hauptrollen.

 

In den USA soll er im Juni herauskommen. Inweiweit das Buch überhaupt verfilmbar ist, werden wir sehen. Lesbar ist es auf jeden Fall – und eines meiner schönsten Leseerlebnisse in der letzten Zeit.

Durch einen genetischen Defekt ist Henry dazu verdammt, unkontrolliert in der Zeit herum zu reisen. Allerdings immer nur für ein paar Jahre in die Vergangenheit oder Zukunft. So trifft er als über 30-Jähriger (der gerade in die Vergangenheit gefallen ist) seine zukünftige Frau Clare zum ersten Mal als kleines Mädchen. Er weiß bereits, dass er sie einmal heiraten wird, sie natürlich nicht. Als beide in den Zwanzigern sind, treffen sie sich in einer Bibliothek in der gemeinsamen Gegenwart: Clare kennt (und liebt) Henry schon jahrelang, er sieht sie zum ersten Mal und ihre Vertrautheit überrumpelt ihn.

Das ist eines der Bücher, das ich selbst gerne geschrieben hätte. Eine romantische Liebesgeschichte, bei der man durchaus den Kopf einschalten muss. Ein Buch, über das ich eigetnlich nur eines sagen kann: ich mag es!

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4 responses

21 02 2008
LillY

Das sind wohl unsere geheimen Träume: die Zeit vor, aber auch zurückspulen zu können. Wenn schon nicht Geschehenes zu verändern, dann als Wissender die kommenden Ereignisse betrachtend. Einerseits nimmt es uns den Zauber der Überraschung, andererseits kann man sich auf andere Dinge konzentrieren, für die es damals aus irgendwelchen Gründen (Zauber und Blindheit der Liebe) nicht ersichtlich waren.
Deine Beschreibung macht neugierig auf Buch und Film. Vermutlich wird dich der Film enttäuschen, denn das ist eine Sorte Buch, wo man viel Erlebtes miteinflechtet, das der Film verständlicher Weise nicht widerspiegeln wird.

22 02 2008
Richard K. Breuer

Erinnert mich jetzt an „Grey’s Anatomy“ … irgendwie zeigt der ORF die neue Staffel, andererseits wiederholt er die alte. Was ich einige Zeit nicht mitbekommen habe … irgendwie dachte ich, die spinnen. Am Montag möchte sich der eine scheiden lassen, drei Tage später will er sie (wieder?) heiraten.

Ja, solche (fernsehlichen) Zeitreisen können einen ganz schön zu schaffen machen.

24 02 2008
bluni

Mein Lieblingszitat:
.. Das Faszinierende an der künstlerischen Kreativität (oder wahrscheinlich an jeder Art von Schaffensprozess) ist der Moment, wenn die nebelhafte, gegenstandslose Idee konkrete Gestalt annimmt, Substanz gewinnt, sich zu einem Ding in einer Welt der Dinge wandelt. Circe, Nimbue, Artemis, Athene – all die alten Hexen müssen das Gefühl gekannt haben, wenn sie bloße Menschen in Fabelwesen verwandelten, den Zauberern ihre Geheimnisse stahlen oder ganze Armeen in Bewegung setzten: Ah, sieh nur, da ist es, das neue Ding: Nennt es Schwein, Krieg, Lorbeerbaum. Nennt es Kunst. Der Zauber, den ich bewirken kann, ist nur ein kleiner Zauber, ein aufgeschobener Zauber. Ich arbeite jeden Tag, aber nichts nimmt Gestalt an. Ich fühle mich wie Penelope, die immer wieder webt und auftrennt.
Und was ist mit Henry, meinem Odysseus? …

Ein Buch dass Liebe beschreibt ohne dabei in Kitsch zu verfallen. Fesselnd. Sehr, sehr lesenswert. Ich liebe es!

13 06 2008
weana

Sehr schönes Buch.
Zuerst dachte ich: das geht schief mit den Zeitsprüngen, das hinkt sicher in der Logik. Aber es passt alles. Und genial, wie sich die Geschichte zusammensetzt.

Beim Film werd ich sehr skeptisch sein. Aber das ist man ja immer, wenns ein Lieblingsbuch ist.

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