Der kleine Prinz

5 01 2009

Nachdem die Geschichte mit dem Glücksklee nicht wirklich funktioniert hat – ich hab eben definitiv keinen grünen Daumen und selbst narrensichere Pflanzversuche scheitern bei mir kläglich – und das Jahr 2008 auch dementsprechend nicht wirklich mein bestes war – haben Micha und Norbert einen neuen Anlauf genommen und mir heuer etwas fürs Liebesleben geschenkt: die Verwandlung eines Frosches in einen Prinzen. Ebenfalls ganz einfach. Gut, schauen wir, ob es diesmal klappt. Hier die Anleitung:

Frosch und prinz

1. Dose öffnen
2. Wasser einfüllen
3. Es schäumt
4. Nach einigen Minuten erscheint der Prinz
5. Dose mehrmals ausspülen und frisches Wasser einfüllen
6. Nach 72 Stunden hat der Prinz die volle Größe erreicht

Frosch

Also: frisch gewagt! 1. und 2. sind naturgemäß kein Problem – aber 3.? Es schäumt? Das Wasser wird trüb und grün, der Frosch verliert an Farbe, manchmal blubbert es zaghaft. Aber schäumen? Von wegen! War das eine freche Anspielung auf mein Alter(?!) 

Frosch und Prinz

Also übe ich mich in Geduld und warte auf 4.: „nach einigen Minuten…“? Liegt es an mir oder ist es einfach nur Werbung gegen Wahrheit? Nach einer Stunde(!) ist der Frosch langsam zerbröckelt und zerfallen und … tataaaaaa: der Prinz ist da!

Jetzt kommt wieder der leichte Teil: Nummer 5: ausspülen und frisches Wasser einfüllen.

Prinz

Es bleibt spannend: wird der Prinz nach 72 Stunden die volle Größe erreicht haben? Wie groß ist die volle Größe? Wird er überhaupt wachsen? Findet Pebowski heuer sein Glück? Wie kommt die Prinzessin in die Dose?
Bleiben Sie dran! Wir berichten weiter!





Dicke Schwarte

27 12 2008

Vor Weihnachten war ich noch auf ein bisschen fachsimpeln bei Walter Grossmann in der Buchhandlung am Quellenplatz gemeinsam mit dem momentan fast in Klausur lebenden Dichter zu Wien RKB. Und nebenbei hab ich mir meine bestellte Bücher-Box: Best of  National Geographic abgeholt:

Best of Netional Geographic

8.6 kg wiegt das Ding, 3 prachtvolle Hardcover-Fotobände von einigen der besten Fotografen zu einem unschlagbaren Preis: ca. 50 Euro für alles (wo jeder Band alleine schon um die 40 Euro kostet) – eine klare Empfehlung von mir an alle visuellen Bücherfreunde.

Und das Papiersackerl, das ich zum Transport bekommen habe, ist auch über jeden Zweifel erhaben – es hat sowohl das Gewicht als auch den Regen tadellos überstanden und alles heil vom 10. in den 17. Bezirk gebracht.

Worüber wir uns nicht so einig waren, ist die Zukunft von e-books – ich persönlich glaube ja nicht daran, dass sie es jetzt im zweiten(? – oder waren es schon mehrere) Anlauf schaffen, dazu bieten sie einfach zu wenig Vorteile zum doch recht ordentlichen Preis. Aber ich kann mich auch irren. Schließlich bin ich nicht der (Literatur)Papst. Wer aber so ein Gerät mal live sehen will: Walter hat eines lagernd: also nix wie hin zum Quellenplatz!





Next Generation

9 12 2008

Heute war Jonathan bei mir, er geht in die 4. Klasse Gymnasium und im Feber haben sie eine Projektwoche über zukünftige Berufswünsche – er will Schriftsteller werden und hat mich dazu besucht und ausgefragt. Ausreden werde ich es ihm nicht, aber ich hab ihm einiges erzählt. Und gemerkt, dass ich doch älter bin. Hab dann an meine eigene Kindheit denken müsse und an den herrlich naiven Enthusiasmus von damals. Parallelen sind durchaus vorhanden.

So soll es sein, so kann es werden …

Und der gute Richard möge es mir verzeihen, dass ich Jonathan vorgeschlagen habe, die Projekttage bei ihm zu verbringen. Schließlich steckt er gerade in einem literarischen Projekt – ich in einem filmischen – somit wäre er der viel geeignetere „Lehrherr“.





Ausstellung von Micha und Norbert

12 10 2008

Ich war mit ihnen diesen Sommer am Hausboot in Frankreich: sie sind eine tolle Crew – aber sie können auch malen – und was ganz selten ist: auch gemeinsam. Eine Ausstellung ihrer Werke gibt es ab 24.10.2008 in der grenzART in Hollabrunn. Zu sehen sind u.a. auch die Originale der Illustrationen zu meinem Buch „Der Spurenzeichner“ und einige ihrer früheren Solo-Werke, aber natürlich vor allem ihre neuesten Arbeiten.

 

Vernissage ist am 24.Oktober um 19 Uhr:
Galerie grenzART
2020 Hollabrunn
Koliskoplatz 6
www.grenzart.org

Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht oder anbietet, bitte hier im Blog einen kurzen Kommentar hinterlassen, wir werden das dann organisieren.





Göttinnengeflüster

26 09 2008

Nachdem ich ja geschlechtsbedingt nicht selbst daran teilnehmen kann, aber sicher bin, dass Regina das ziemlich spannend und kreativ macht, gibt es jetzt mal Werbung in nicht eigener Sache:

Deine Intuition ist die Stimme der Göttin

Deine Kreativität ist der Ausdruck der Göttin

Dein Zwischenraum ist der Raum der Göttin

Dein Lachen ist das Tor der Göttin

Deine Sexualität ist das Fest der Göttin

Dein Tod ist die Verbindung der Göttin

 

Öffne in diesem Seminar für Frauen Deine Sinne und Dein Herz und mache Dich mittels Tanz, Schreiben, Malen, Rollenspiel auf eine Entdeckungsreise zu Deiner Göttlichkeit

 

Beginn:         27. Oktober 2008

Termine:       Montag 14tägig 8x  18.30-20.00

10.11. , 24.11., 1.12., 15.12.2008, 12.1., 26.1., 9.2.2009

Raum:           Om Esoterik, Nußdorferstraße 26, 1090 Wien

Kosten:          12 € (gesamt 96 €)

Begleitung:  Regina Riss

Tanz- und Ausdruckstherapeutin

Mühlschüttelgasse 35/1/16

1210 Wien

01 52 62 290

Regina.riss@gmx.at

 

Bitte um persönliche Anmeldung mittels Telefon oder email bei Regina Riss bis 1 Woche vor Beginn





Scherben bringen Glück …

12 08 2008

… zumindest mir. Am Samstag war ich in der Buchhandlung am Quellenplatz, die Walter Grossmann Anfang Juli neu übernommen hat. In der Nacht hatten anscheinend Betrunkene das Bedürfnis gehabt, sich zu fest an die Auslagenscheibe zu lehnen, die der rohen Gewalt nachgab.

  

Das kulturelle Interesse schien aber mäßig gewesen zu sein: Bücher wurden keine entwendet. Die Scheibe ist inzwischen ersetzt und die Auslage neu gestaltet: Der Spurenzeichner steht dort und überhaupt so gut wie das ganze Albatros-Programm.

Die Albatros-Bücher

Die Albatros-Bücher

Und auch die 2 feinen Bücher von Richard K. Breuer, dem an dieser Stelle mein spezieller Dank gilt, da er es war, der mich in diese Buchhandlung geleitet und begleitet und den Kontakt ermöglicht hat!





Rotkäppchen goes Colour

19 07 2008

Es passiert eh äußerst selten, dass ein Eigenverleger sämtliche Exemplare seines Buches verkauft hat und eine Neuauflage fällig wird. Noch seltener, dass diese dann auch wirklich gedruckt wird. Wenn es aber dann sogar noch eine Extended Version mit jeder Menge farbiger Cartoons wird, grenzt das fast schon an ein Wunder.

Oder es handelt sich um Rotkäppchen 2069 von Richard K. Breuer. Der Untertitel verspricht „einen literarischen comic strip über sex und andere perversionen“ – „Comic Strip“ war in der ersten Auflage eher literarisch gemeint, jetzt kommt es schon näher hin – mit Illustrationen von Gunther Eckert. Und auf jeden Fall nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren – zumindest nicht von solchen im lesefähigen Alter!





Gewitter und Schokolade

12 07 2008

Heute habe ich bei einem Freund seinen Geburtstag gefeiert – eine Wohnung im 5. Stock direkt an der Alten Donau mit Blick über halb Wien und natürlich auch auf das heutige Gewitter. Dabei ist mir meine Konditionierung auf Nussschokolade (schon wieder so ein Wort mit 3 „s“) eingefallen. Als Kind beim Camping mit meinen Eltern hat es bei Gewitter immer Nussschokolade gegeben, aus der irrigen Meinung heraus, dass ich vor Gewittern Angst hätte. Jetzt weiß ich einfach nicht mehr, ob ich Nussschokolade wegen der Gewitter mag oder ich Gewitter wegen der Nussschokolade liebe.

Und ob es wahr ist, dass die Gewitter heutzutage auch nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Nur die Nussschokolade kommt mir noch unverändert vor.

Ein Versuch, vor Jahren, das noch einmal mit jemand anderem auszuprobieren, war leider von bescheidenem Erfolg gekrönt – es hat zwar fast eine Woche lang geregnet …





Studio 18 Wasserbetten

15 06 2008

Die im Enstehen begriffene Galerie hat jetzt auch einen richtigen Namen: Studio 18 Wasserbetten

Vielleicht klingt der Name etwas seltsam, hat aber vielleicht parktische Gründe. Wie schon erzählt, befand sich vorher in dem Lokal ein Wasserbettenstudio, was man auch am Schild noch deutlich sehen kann. Und nachdem so eine Beschriftung sicher nicht zu den billigsten Austauschobjekten gehört, war es wahrscheinlich einfacher, die Galerie an die bereits vorhandene Beschriftung anzupassen als umgekehrt. Und es hat schon Tradition: auch die Wasserbetten haben den Stempel-Aufsatz übernommen und nur die Schrift ausgetauscht. Archäologen hätten wahrscheinlich ihre Freude daran, wie man hier in Schichten die verschiedenen Verwendungen anhand eines einzigen Schildes ablesen kann – und zeigt gleichzeitig die Ambivalenz historischer Rekonstruktionen auf. Wieviele Deutungsmöglichkeiten gäbe es selbst hier, würde man die Geschichte nicht aus erster Hand kennen?!

Zurück zum Thema: Vernissage ist am Dienstag, den 17. Juni ‘08 um 18:30.





Goldene Zeiten?

6 06 2008

40 Jahre habe ich am Gürtel gewohnt – nach dem großen Kinosterben ist das große Geschäftssterben gekommen – außer natürlich der einen Art Geschäfte, die immer noch und immer floriert. In meinem Haus war Jahrzehnte lang ein Stempel-Geschäft, dann für kurze Zeit hat man dort Wasserbetten angeboten, auch die gingen baden. Dann stand das Lokal leer. Bis vor kurzem heftige Betriebsamkeit ausbrach und ein Teil der Mauer in Gold gestrichen wurde.

Der Innenraum ist mit Möbeln und Kunst vollgepackt, auf den Gängen stehen Sesseln, und ich habe keine Ahnung was dort entstehen wird und soll. Es hängt draußen nur ein Briefkasten: „Centurio Lounge“. Eine Galerie oder ein Club. Was auch immer, ich halte die Daumen.

      

Wer einmal vorbeischauen will: 1180, Währingergürtel 75 – gleich neben dem Porno-Kino, das nur dadurch, dass es eines wurde, dem oben zitierten Kinosterben entging, dann trotzdem schloss und wundersamerweise wiedereröffnete, das jetzt auf einer Fläche von 15 Reihen zu 7 Sitzen „3 Kinosäle mit 3 Filmen zu 1 Preis“ bietet – „Damen und Paare gratis“ – doch das ist eine andere Geschichte und ich weiß nicht, ob die erzählt werden soll.