Es geht ja doch

8 03 2009

Hab ich letztes Jahr noch über das Sujet der Werbeakademie gelästert, kann ich diesmal druchaus Positives vermelden:

werbeakademie2009

Vielleicht haben sie sich doch meinen Vorschlag zu Herzen genommen und endlich mal die Schüler rangelassen. Oder die Agnetur hat sich verjüngt. Wie auch immer: das Ergebnis zählt.





Ausstellung von Micha und Norbert

12 10 2008

Ich war mit ihnen diesen Sommer am Hausboot in Frankreich: sie sind eine tolle Crew – aber sie können auch malen – und was ganz selten ist: auch gemeinsam. Eine Ausstellung ihrer Werke gibt es ab 24.10.2008 in der grenzART in Hollabrunn. Zu sehen sind u.a. auch die Originale der Illustrationen zu meinem Buch „Der Spurenzeichner“ und einige ihrer früheren Solo-Werke, aber natürlich vor allem ihre neuesten Arbeiten.

 

Vernissage ist am 24.Oktober um 19 Uhr:
Galerie grenzART
2020 Hollabrunn
Koliskoplatz 6
www.grenzart.org

Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht oder anbietet, bitte hier im Blog einen kurzen Kommentar hinterlassen, wir werden das dann organisieren.





Rotkäppchen goes Colour

19 07 2008

Es passiert eh äußerst selten, dass ein Eigenverleger sämtliche Exemplare seines Buches verkauft hat und eine Neuauflage fällig wird. Noch seltener, dass diese dann auch wirklich gedruckt wird. Wenn es aber dann sogar noch eine Extended Version mit jeder Menge farbiger Cartoons wird, grenzt das fast schon an ein Wunder.

Oder es handelt sich um Rotkäppchen 2069 von Richard K. Breuer. Der Untertitel verspricht „einen literarischen comic strip über sex und andere perversionen“ – „Comic Strip“ war in der ersten Auflage eher literarisch gemeint, jetzt kommt es schon näher hin – mit Illustrationen von Gunther Eckert. Und auf jeden Fall nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren – zumindest nicht von solchen im lesefähigen Alter!





Bücher ziehen Bücher an

12 04 2008

Abgesehen davon, dass alle Bücher immer auf andere verweisen und man eigentlich nur mit einem x-beliebigen Buch beginnen müsste und – würde man allen Anspielungen, Zitaten, Querverweisen folgen - man auf alle anderen Bücher kommen würde …

Also abgesehen von dieser Tatsache ziehen Bücher auch immer gleichartige Bücher an bzw. machen den Leser sensibel für deren Inhalt (so wie junge Eltern plötzlich die Welt voller anderer Babys und Kinderwagen sehen).

Kurz und gut: ich lese gerade Richard K. BreuersTiret“ und da gerade das Kapitel „Mirabeau“.

Was passiert also: im 3. Bezirk in der Löwengasse schräg gegenüber vom Hundertwasserhaus blickt mir der Graf aus der Auslage entgegen. Ich habe ihn gegrüßt, Richards Buch aus der Tasche geholt, sein Kapitel aufgeschlagen und es ihm gezeigt. Ich hoffe, er hat es zu schätzen gewusst. Sein Mienenspiel interpretiere ich mal lieber nicht. ;-)

PS: Ich habe gestern meine zwei 19″ Bildschirme gegen einen 24″ eingetauscht. Der Platz in Photoshop ist riesig. Ich liebe es! Ein ganz neues Gefühl. Im Gegensatz zur Filmkamera: Size does matter!





Tauschgeschäfte

8 04 2008

Heute habe ich mich mit Josef, einem Maler und Philosophen, getroffen, der sich für den Spurenzeichner interessiert – und wie so oft in letzter Zeit haben wir ein Tauschgeschäft vereinbart: ein Exemplar meines Buches gegen eine Grafik von ihm. Er hat eine ganze Menge über seine Kunst erzählt, wie er jetzt versucht, Prozesse in seinen Werken sichtbar zu machen, das Statische mit dem Bewegten zu verbinden. Ich habe noch keines seiner Werke gesehen und kann mir im Moment noch überhaupt nichts darunter vorstellen. Ich komme mir so vor, als hätte ich die (im Prinzip recht einfache) Definition eines Kreises (die Menge aller Punkte einer Ebene, die von einem fixen Punkt gleich weit entfernt sind) gehört, ohne je einen Kreis vorher gesehen zu haben. Wär ich in der Lage, einen Kreis zu zeichnen?

Wie auch immer: ich bin gespannt auf seine Werke und die Wände meines Arbeitszimmers werden wieder um ein Original reicher. So kann man auch zum Sammler werden. Wobei es noch überschaubar bleibt und ich mir sicher noch kein Museum dafür bauen muss.  ;-)





Werbung wofür?

4 02 2008

Ein paar Schritte von meiner Wohnung entfernt ist mir dieses Plakat aufgefallen – und ich dachte: „Himmel, wofür soll das denn Werbung sein?! Für Freilandeier?“ Obwohl ich es schon eilig hatte, die S-Bahn zu erreichen, wollte ich’s doch genauer wissen.

huhn2.jpg

Es ist die Wiener Werbeakademie. Und es ist wie jedes Jahr: wenn mir ein besonders schlechtes Plakat auffällt, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit eines dieses Instituts. Dabei haben wir mal einen Okto-Beitrag dort gedreht – und die Studenten haben teilweise echt was drauf. Aber die müssen schnell lernen und haben keine Zeit für so was Nebensächliches wie Werbung für die eigene Schule. Das macht gratis eine professionelle Agentur – aber ehrlich gesagt, kann man viel mehr erwarten von einer Agentur, die so ein Logo hat? (und ich fürchte das ist nicht einmal ironisch gemeint) Irgendwie erinnert es mich fatal an ein Beispiel von Vance Packard „Die geheimen Verführer„, wo eine Werbekampagne furchtbar in die Hose ging, weil man zu einer Fertigsuppe gratis Strumpfhosen dazupackte.

Auch im Standard-online wird es heftig diskutiert.

Mein Fazit: „Nicht das Gelbe vom Ei!“





Schon wieder Originale

15 01 2008

Geplant war heute gemeinsames Okto-Schauen bei mir: Walter Fröhlich, der Macher von „Ka-Puff!! – Das Comicmagazin“ hat zur neuen Sendung eingeladen und ich habe meine Wohnung und das TV-Gerät (es gibt nicht so viele, die Okto empfangen können) zur Verfügung gestellt – was soll ich sagen, wir waren die einzigen – gemütlich war’s trotzdem und der Wein exzellent.

Und für mich überhaupt ein Highlight: Walter hat nicht nur den Wein, sondern auch eine Originalzeichnung mitgebracht: den Karasek aus dem Kriminaljournal. Wie erst vor kurzem gesagt: ich werde verwöhnt! 

 karasek01.jpg

Vielleicht brauche ich bald eine größere Wohnung – aber noch gibt es freie Wände in meinem Arbeitszimmer. Jetzt muss ich mich aber erst mal auf die Suche nach einem passenden Rahmen machen … und auf den besten Platz für Herrn Karasek. Kleines Quiz am Rande: Welcher amerikanische Schauspieler – durchaus auch aus dem Krimimillieu – stand für ihn Pate?





Pratchett goes Porno

6 01 2008

Wer meine Sachen für schräg hält, hat mit Sicherheit noch keinen Richard K. Breuer gelesen. Ich hab es jetzt getan. Denn ich habe noch eines der letzten Exemplare von „Rotkäppchen 2069″ ergattert. Jetzt ist es ausverkauft. Bei Nachfrage wäre ev. eine Neuauflage möglich (also fragt ;-) ).

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Der freundliche Hinweis in der rechten unteren Ecke ist ernst zu nehmen: Kein Kinderbuch!
Es ist als wäre Terry Pratchett (der Autor der Scheibenweltromane) sexuell traumatisiert worden und würde all das schreiben, was er sich aus Angst vor Zensur nicht traute. Richard Breuer traut sich alles:
4 ProbandInnen (2 weibliche (wobei man bei einer nicht so sicher ist), 2 männliche) eines wissenschaftlichen Experimentes des Dr. Storm werden in eine virtuelle Welt versetzt, in der keine Tabus mehr zu existieren scheinen, alle sexuellen Phantasien werden gnadenlos ausgelebt. Selbst wenn es die Opfer der Begierde nicht überleben (oder schon vorher tot waren). Gleichzeitig gibt es so viele Anspielungen auf andere Bücher, Filme, Ereignisse (so taucht zum Beispiel Fantomas auf, Douglas Adams hat einen Cameo-Auftritt und einer der Wissenschafter heißt Lenny Kravitz), dass ich sicher nur die Hälfte erkannt habe, und alle suchen verzweifelt nach der Exit-Routine mit Namen Egon, in Gestalt eines Zwerges mit roter Kappe und funkelnden gelben Sternen. Für den Maskenball im Schloss bekommen die Vier Tierkostüme verpasst, die an den entscheidenden Stellen nichts verdecken (Cartoon by Ecki)

Ihr meint, Herr Breuer sei sexuell fixiert?! Mitnichten. Ich verrate hier (aber nicht weitersagen) seine wirkliche Obsession: Typographie. In Rotkäppchen kommen 13 Schriften vor, die im Anhang auch alle penibel gelistet werden. Sublimation vom Feinsten.

rotkaeppchen_schriften.jpg 

Dass er aber auch anders kann, beweist er mit seinem neuen Buch „Tiret“ – einem Mosaik der französischen Revolution, das Ende Jänner 2008 (voraussichtlich) erhältlich sein wird. Leseprobe steht zum Download bereit. Jedes Exemplar bekommt am Buchrücken eine fortlaufende Nummer (1-499). Wunschnummern können ab sofort reserviert werden. Ohne Aufpreis.





Originale

31 12 2007

Langsam füllt sich mein Arbeitszimmer mit Originalen von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern. Die letzen beiden Geschenke (ich werde einfach verwöhnt ;-) ) zeig ich euch hier.

Das erste ein genialer Belly Dancer (Bauchtanz ist eben nicht nur Frauen vorbehalten) von Michaela Kirchknopf – und wer ein richtiger Dandy ist, kommt am Thema Orient auf keinen Fall vorbei.

belly-dancer.jpg

Das zweite mit dem Titel „Kräutergarten VI“  im Format 10 x 10 cm, ein Weihnachtsgeschenk von Micha Oppeneiger, die schon die Illustrationen zum Spurenzeichner gemacht hat. In der Adventzeit war sie ziemlich damit beschäftigt, alle Gemälde für alle Freunde noch rechtzeitig fertig zu kriegen.

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Danke euch beiden!!!

Wer allerdings den kleinsten Cartoon von Markus Payer oder das 5m Gemälde von Ruth Brauner sehen will, muss sich schon live zu mir bemühen. In diesem Sinne: Prosit 2008!