She’s always a woman

10 07 2009

Manchmal stößt man – durch Zufall oder durchs Leben – auf ganz alte, verschollene Sachen. Es hat einmal eine Zeit gegeben, da habe ich ein paar Billy Joel Texte auf deutsch übersetzt – auf die bin ich jetzt wieder gestoßen. Und einer passt ganz gut. Ja, ja, wie RKB sagen würde.

 

FÜR MI WAR SIE IMMER A FRAU
(She’s always a woman)

 
Und du stirbst, wann sie lacht,
bist verletzt, wann sie red’t,
und sie lügt mit die Aug’n -
na, vertraun kannst ihr net.
Aber was wirklich denkt,
des zeigt’s dir nie genau.
Sie is wie a Kind,
doch für mi war sie immer a Frau.

Und sie schenkt dir ihr Leb’n,
und sie nimmt’s wieder fort,
sie fragt nach der Wahrheit,
doch sie glaubt da ka Wort.
Sie nimmt all’s, was d’ ihr gibst,
aber z’ruck kriegst es nie,
sie stiehlt wie a Dieb,
doch a Frau war sie immer für mi.

     Oh – sie passt gut auf si auf,
     sie hat Zeit und sie wart
     bis am End do no g’winnt.
     Oh – und sie gibt niemals auf
     und sie gibt a nie nach,
     weil sie draht si mit’m Wind.

Sie verspricht da des Glück
und zerbricht’s glei darauf,
und sie lacht, wann du wanst
und sie acht’ gar net drauf.
Und sie zeigt da, wie’sd bist,
und wie’sd sein sollst für sie,
aber schuld bist du selbst,
weil a Frau war sie immer für mi.

     Oh – sie passt gut auf si auf,
     sie hat Zeit und sie wart
     bis am End do no g’winnt.
     Oh – und sie gibt niemals auf
     und sie gibt a nie nach,
     weil sie draht si mit’m Wind.

Ja, und manchmal is lieb,
aber oft is verstört,
und sie macht, was sie glaubt,
weil’s zu niemanden g’hört.
Du kannst ihr nix erzähl’n,
wirst nie aus ihr schlau -
dann geht’s weg ohne Ziel,
doch sie waß, was sie will,
denn für mi war sie immer a Frau.





Abschied oder so was in der Art

22 06 2009

Ich leb hier im Leuchtturm
mitten in Wien
und nachts schau ich raus aufs Meer.
Und ich denk an Triest
und ich denke an dich
und dann vermiss ich dich sehr.
Doch ich stehe gerade
und mache mich größer
und lerne den aufrechten Gang.
Doch unsere Zeit
war zu klein und zu kurz,
und du weißt ja: ich brauche lang.

Ich steh hier am Leuchtturm
und schicke das Licht
in Kreisen hinaus in die Nacht.
Und ich hör deine Stimme,
dass du die Frau bist,
die mich nicht glücklich macht.





Alkohol- und drogengefährdete Berufe

24 05 2009

Ganz oben auf meiner Liste:

- Volkstümliche MusikantInnen
- Hoteliers in Touristenhochburgen
- ModeratorInnen in Privatfernseh-Quizshows (diese 0900-Abzocken)

Also kurz gesagt, all jene Berufe, die kein halbwegs an der Menschenwürde hängendes Lebewesen freiwillig machen würde, wäre es nicht auf die eine oder andere (meist monetäre) Art davon abhängig und die naturgemäß von den Ausübenden selbst abgrundtief verachtet werden.

Die Liste ist durch den geneigten Leser gerne ergänz- und erweiterbar.





my fotolia

23 05 2009

Seit einiger Zeit verkaufe ich so nebenbei – mehr schaut dabei auch nicht heraus – einige meiner Fotos bei fotolia. Jetzt habe ich sie – um sie der geneigten Seherschaft leichter zugänglich zu machen – in myfotolia organisiert.

myfotolia

 

 

 

 

Wer das also näher sehen will: bitte folgen Sie unauffällig diesem Link





Es geht ja doch

8 03 2009

Hab ich letztes Jahr noch über das Sujet der Werbeakademie gelästert, kann ich diesmal druchaus Positives vermelden:

werbeakademie2009

Vielleicht haben sie sich doch meinen Vorschlag zu Herzen genommen und endlich mal die Schüler rangelassen. Oder die Agnetur hat sich verjüngt. Wie auch immer: das Ergebnis zählt.





Der kleine Prinz wird erwachsen

13 01 2009

Heureka! Es hat wirklich funktioniert: nach einem Tag (und viel frischem Wasser) hatte der Knabe schon die Hälfte seiner Größe erreicht. Was bei den Pflanzen nicht funktionierte, war hier von Erfolg gekrönt (sic!):

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Nach 2 Tagen war zur vollen Größe gereift (ca. 3/4 der Dosenhöhe) und steht jetzt etwas windschief aber durchaus königlich cool in seinem Plastikzylinder:
 
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Die Frage bleibt: was nun? Soll ich ihn zu jedem Date mitnehmen? An die Wand werfen? Als Prinzenrolle durchs Wohnzimmer schubsen? Oder der Klassiker: “Darf ich dir meine Kleine Prinzen Sammlung zeigen?!”
Ich glaub, ich lass ihn jetzt einfach mal am Fensterbrett stehen. Mit Wasser? Ohne Wasser? Schrumpft er dann wieder? Soll er aus der Dose befreit werden? Wieviel Platz braucht so ein Prinz?
To be continued …





Wir sind die Bösen!

13 01 2009

Von Markus und mir glauben ja alle, dass wir soooo nett sind. Doch wir können auch anders! Am 22.1.2009 lesen wir im artelier tatort am Spittelberg bei Michaela Kirchknopf Abgründiges und Unerhörtes:
The Dark Side of 2 Nice Guys

 freunde-der-malerei-kopie
Also schnell Karten sichern und bei Michi anrufen: 0676/583 98 32
Infos: www.arteliertatort.org
Ort: artelier tatort Spittelberg, Gutenberggasse 18/III, 1070 Wien
Anbindung: U2, U3, Linie 49 bis Volkstheater, Ausgang Burggasse





Der kleine Prinz

5 01 2009

Nachdem die Geschichte mit dem Glücksklee nicht wirklich funktioniert hat – ich hab eben definitiv keinen grünen Daumen und selbst narrensichere Pflanzversuche scheitern bei mir kläglich – und das Jahr 2008 auch dementsprechend nicht wirklich mein bestes war – haben Micha und Norbert einen neuen Anlauf genommen und mir heuer etwas fürs Liebesleben geschenkt: die Verwandlung eines Frosches in einen Prinzen. Ebenfalls ganz einfach. Gut, schauen wir, ob es diesmal klappt. Hier die Anleitung:

Frosch und prinz

1. Dose öffnen
2. Wasser einfüllen
3. Es schäumt
4. Nach einigen Minuten erscheint der Prinz
5. Dose mehrmals ausspülen und frisches Wasser einfüllen
6. Nach 72 Stunden hat der Prinz die volle Größe erreicht

Frosch

Also: frisch gewagt! 1. und 2. sind naturgemäß kein Problem – aber 3.? Es schäumt? Das Wasser wird trüb und grün, der Frosch verliert an Farbe, manchmal blubbert es zaghaft. Aber schäumen? Von wegen! War das eine freche Anspielung auf mein Alter(?!) 

Frosch und Prinz

Also übe ich mich in Geduld und warte auf 4.: “nach einigen Minuten…”? Liegt es an mir oder ist es einfach nur Werbung gegen Wahrheit? Nach einer Stunde(!) ist der Frosch langsam zerbröckelt und zerfallen und … tataaaaaa: der Prinz ist da!

Jetzt kommt wieder der leichte Teil: Nummer 5: ausspülen und frisches Wasser einfüllen.

Prinz

Es bleibt spannend: wird der Prinz nach 72 Stunden die volle Größe erreicht haben? Wie groß ist die volle Größe? Wird er überhaupt wachsen? Findet Pebowski heuer sein Glück? Wie kommt die Prinzessin in die Dose?
Bleiben Sie dran! Wir berichten weiter!





Dicke Schwarte

27 12 2008

Vor Weihnachten war ich noch auf ein bisschen fachsimpeln bei Walter Grossmann in der Buchhandlung am Quellenplatz gemeinsam mit dem momentan fast in Klausur lebenden Dichter zu Wien RKB. Und nebenbei hab ich mir meine bestellte Bücher-Box: Best of  National Geographic abgeholt:

Best of Netional Geographic

8.6 kg wiegt das Ding, 3 prachtvolle Hardcover-Fotobände von einigen der besten Fotografen zu einem unschlagbaren Preis: ca. 50 Euro für alles (wo jeder Band alleine schon um die 40 Euro kostet) – eine klare Empfehlung von mir an alle visuellen Bücherfreunde.

Und das Papiersackerl, das ich zum Transport bekommen habe, ist auch über jeden Zweifel erhaben – es hat sowohl das Gewicht als auch den Regen tadellos überstanden und alles heil vom 10. in den 17. Bezirk gebracht.

Worüber wir uns nicht so einig waren, ist die Zukunft von e-books – ich persönlich glaube ja nicht daran, dass sie es jetzt im zweiten(? – oder waren es schon mehrere) Anlauf schaffen, dazu bieten sie einfach zu wenig Vorteile zum doch recht ordentlichen Preis. Aber ich kann mich auch irren. Schließlich bin ich nicht der (Literatur)Papst. Wer aber so ein Gerät mal live sehen will: Walter hat eines lagernd: also nix wie hin zum Quellenplatz!





Next Generation

9 12 2008

Heute war Jonathan bei mir, er geht in die 4. Klasse Gymnasium und im Feber haben sie eine Projektwoche über zukünftige Berufswünsche – er will Schriftsteller werden und hat mich dazu besucht und ausgefragt. Ausreden werde ich es ihm nicht, aber ich hab ihm einiges erzählt. Und gemerkt, dass ich doch älter bin. Hab dann an meine eigene Kindheit denken müsse und an den herrlich naiven Enthusiasmus von damals. Parallelen sind durchaus vorhanden.

So soll es sein, so kann es werden …

Und der gute Richard möge es mir verzeihen, dass ich Jonathan vorgeschlagen habe, die Projekttage bei ihm zu verbringen. Schließlich steckt er gerade in einem literarischen Projekt – ich in einem filmischen – somit wäre er der viel geeignetere “Lehrherr”.